LG Pocket Photo – Drucker für die Handtasche?

Da bin ich mal wieder. Ich will schon wieder soviel für den Blog machen, aber Familie und Arbeit vereinnahmen mich dann doch immer wieder.

 

Durch www.paart.de haben Jan und ich vor kurzem die Möglichkeit bekommen, den „LG Pocket Photo“ zu testen.

„Wasn das“ fragt ihr euch?

 

Das ist ein kleiner Drucker für die Hand- oder Hosentasche, mit dem man z.B. auf einer Party Fotos vom Handy direkt ausdrucken kann.

Für den Test haben wir extra eine Packung Pocket Photo Paper (3 x 10 Blätter, also 30 Blätter extra) bekommen.
Hier der Inhalt, wenn man ihn kauft.

Voller Vorfreude haben wir den Drucker aus seiner ansprechenden Verpackung geholt, um die Bedienungsanleitung zu studieren, ok ist jetzt etwas übertrieben. Ich kann vorweg schon mal sagen, dass die Bedienung simpel ist. Und das von mir, dass soll schon was heissen. Wir haben den Drucker erst mal geladen, was nach ca. 45 min. erledigt war. Der Akku war wahrscheinlich nicht leer, da ein Ladevorgang bei leerem Akku ca. 90 min. dauert. In der Zwischenzeit hatte Jan schon mal die kostenlose App “LG Pocket Photo” runtergeladen. Diese hat er anhand des QR Codes runtergeladen, man kann diese auch im App Store runterladen. Nun konnte es losgehen. Aber vorweg noch etwas zum Design.

Design

Der Drucker hat ein schönes und hochwertiges Erscheinungsbild, ist aber für seine Größe recht schwer, was ihn aber wieder sehr hochwertig wirken lässt. Abgesehen von der Dicke (ca. 22 mm), ist die Größe mit aktuellen Smartphones vergleichbar. Nun kommen wir zum Drucken.

 

Funktion

Man kann den Drucker mittels der App mit jedem Handy bzw. Smartphone oder Tab ab Android 2.2 bedienen. Durch den eingebauten NFC-Chip kann man Bilder z.B. mit dem Galaxy S3, welches hauptsächlich für den Test verwendet wurde, durch Berührung der beiden Geräte drucken. Wer auf die Funktionen der App (Zuschneiden, Texte oder QR Codes einfügen oder ein wenig mit der Farbe rumspielen) verzichten kann, der kann auch von jedem Gerät mit Bluetooth Bilder drucken. Eine Bedienung mittels USB ist ebenfalls möglich. Zum Einschalten des Druckers 4 Sekunden den Knopf drücken und der Knopf leuchtet grün auf.

 

Das 1. Mal

Der Druckvorgang dauerte ca. 40 Sekunden und endete mit einer nicht wirklich überzeugenden Qualität. Die Schärfe der Bilder ist völlig in Ordnung, aber leider ist die Farbe sehr schwach. Die Bilder sehen ausgewaschen und schwach aus. Da können auch die Einstellmöglichkeiten in der App nicht wirklich etwas dran ändern. In der Bedienungsanleitung wird darauf hingewiesen, dass sich die gedruckten Bilder von der Vorschau auf dem Handydisplay unterscheiden können. Aber das Ergebnis ist dann doch schlechter als erwartet.

Wahrscheinlich ist der Grund für die schwachen Farben in der Funktionsweise des Druckers zu suchen. Der Drucker an sich benötigt nämlich keine Tinte oder Toner. Es wird auf so genanntes ZINK Papier gedruckt, ZINK steht für Zero-Ink (null Tinte). Die Farbpigmente befinden sich bereits auf dem Papier.

Bedienung

Die Bedienung ist wirklich kein Hexenwerk, es ist alles gut beschrieben. Man legt 10 Blatt Papier + 1 Blatt zur Reinigung des Druckkopfes ein (die 10 Blatt Papier sind zusammen mit dem Blatt Reinigungspapier verpackt), sucht sich ein Foto aus und sendet es per NFC, Bluetooth oder USB an den Drucker. Laut LG reicht der Akku für bis zu 15 Ausdrucke, welche der Drucker bei uns auch immer geschafft hat. Leider kam es bei uns 2 Mal zu einem Papierstau, welche sich aber leicht beheben ließen.

Entschuldigt die schlechte Qualität, aber wir haben das Foto eingescannt. Ihr könnt es durch Anklicken vergrößern und wenn ihr eine App dafür besitzt, könnt ihr ja mal den QR Code abscannen und gucken was passiert.

Kosten

Für uns waren hauptsächlich die doch hohen Anschaffungs- und Folgekosten der Grund, den Drucker nicht zu behalten. Die UVP von LG für den Drucker inkl. 30 Blatt Fotopapier beläuft sich auf 199,- €, dazu kommen die Folgekosten für das Papier von 9,20 € (30 Blatt von Polaroid) oder für 19,98 € (100 Blatt von ZINK) bei Amazon. Also rund 20 bis 30 Cent pro Foto. Dazu noch die nicht wirklich tolle Qualität der Bilder.

Hier seht ihr, wie die Qualität leidet.


Unser Fazit

Der LG Pocket Photo ist ein tolles Party Gimmick. Er kam bei Freunden und Bekannten super an und die Bilder waren so schnell weg, dass wir mit dem Drucken kaum hinterher kamen. Gerade die Möglichkeit, Texte oder QR Codes einzufügen, fanden alle toll. Ein Freund meinte dann noch, dass er ja seine Visitenkarten selber drucken und Daten, wie Telefonnummer, Name usw. in einen QR Code verschlüsseln könnte. Wenn die Leute allerdings den Preis hörten, sank das Interesse deutlich oder verschwand gänzlich. Auch der praktische Nutzen ist uns fraglich, da der Drucker nur 10 Blatt Papier fasst und der Akku nach ca. 15 Fotos leer ist. Man müsste also zu einer Party z.B. immer Ersatzpapier und das Ladegerät mitnehmen und schon passt er nicht mehr in die Hosentasche. Dazu kommt noch, dass man Fotos mit einem Smartphone auf etliche Arten kostenlos austauschen kann (ich liebe WhatsApp) und so jeder, der ein Foto haben möchte, es kostenlos und schneller bekommen kann.

Wie gefällt euch der Drucker für die Handtasche? Würdet ihr ihn euch kaufen?

Eure Jana & Euer Jan

Kommentare (3)

  1. Ingrid Jauernig

    Also für den Preis erwarte ich eine bessere Qualität, da kann man getrost die Finger davon lassen! Aber an sich eine gute Idee!

    Antworten
  2. Steph Knopf

    Ehrlich?
    Dann lasse ich lieber weiterhin meine Fotos entwickeln.
    Selbst als Partygag ist mir das zu teuer und auch von der Qualität der Bilder zu schlecht.

    Antworten
    1. Jana

      Hallo Steph,
      ich finde die Idee ansich garnicht so schlecht, aber wie gesagt die Qualität und die Kosten sind nicht vertretbar.
      Viele Grüße
      Jana

      Antworten

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